Es wird schwierig werden… schon wieder.

Nach dem harten Test in Shinnecock Hills ist die European Tour zur BMW International Open in Deutschland angekommen. Wer gedacht hätte, dass es nach der vergangenen Woche leichter werden würde, der hatte nicht auf dem Schirm, dass die Profis im GC Gut Lärchenhof bei Köln hart um jedes Par kämpfen mussten, sollte das Grün verfehlt werden. Nur drei Plätze spielten sich in den vergangenen Jahren auf der European Tour schwieriger. Ein gutes langes Spiel ist demnach in dieser Woche zwingend und lange gerade Drives stellen einen erheblichen Vorteil dar. Wer die Fairways nicht trifft, wird eine harte Woche haben.

Aktuell unter den 15 besten Golfern Deutschlands platziert, hinterließ Max Schmitt schon früh in der laufenden Challenge-Tour-Saison mit vier Top-20-Ergebnissen eine Marke. Bei seinem ersten Start auf der European Tour in 2018 kümmerte sich Adrian Rietveld (European Tour Manager, TaylorMade) ausgiebig um den 20-Jährigen, den er als „aufstrebenden Star“ beschrieb. Bereits vergangenes Jahr spielte Schmitt bei der BMW International Open mit - damals als Amateur im GC München Eichenried, heute als Profi in Köln.

Schmitt verbrachte zu Beginn der Woche einige Zeit im Putting Studio. Wie auch beim Driver, trifft der ehemalige Ausnahme-Amateur den Ball auf den Grüns stark in der Aufwärtsbewegung, was eine Loft-Änderung beim Putter erforderlich machte. Jetzt spielt Schmitt einen Spider Mini mit 0,5° Loft, der den Ball schneller in eine glatte Rollbewegung versetzt und ihm somit mehr Konstanz bei der Distanzkontrolle gibt.

Über die vergangenen Wochen hat Schmitt eng mit unserem Team zusammengearbeitet, um den Ballflug mit seinem M3 Driver etwas zu senken. Hierfür ist er von einem 1° FCT-Sleeve auf ein 1.5° Sleeve gewechselt, welches erneut auf die niedrigste Position gestellt wurde. Dies sorgt für nur 7° Loft im niedrigsten verfügbaren Kopf von 8.5°. Adrian begründete die Entscheidung wie folgt:

„Im Treffmoment ist sein Schlägerkopf beim Driver durchschnittlich 5,6° und manchmal bis zu 7° in der Aufwärtsbewegung, wodurch er den Ball sehr hoch schlägt. Das ist einzigartig, doch dadurch schlägt Max den Ball deutlich länger als die meisten Spieler die eine ähnliche Ballgeschwindigkeit von circa 165mph erreichen. Er optimiert seine Abflugbedingungen, indem seine Bälle mit wenig Spin aber sehr hoch starten.

Wir waren an einem Punkt, wo Max den Ball jedoch schon etwas zu hoch geschlagen hat und wir den Abflugwinkel etwas senken wollten. Mit dem Wechsel zu einem 1,5° Loft-Sleeve konnten wir ein weiteres halbes Grad von unserem am niedrigsten gelofteten Driver nehmen, wodurch sowohl die Spinrate, als auch der Abflugwinkel nochmals leicht gesunken sind, was Max mehr Kontrolle bringt.“

Sein Landsmann und zweimaliger Major-Sieger, Martin Kaymer, kam direkt von der US Open zur BMW International Open nach Köln – beides Turniere, die er schon für sich entscheiden konnte. In der laufenden Saison verzeichnete der gebürtige Mettmanner sein bestes Ergebnis bei der Italian Open, als er nach Runden von 68, 63, 68 und 69 Schlägen geteilter Achter wurde.

-Martin Kaymer

Die Driving Range zum Aufwärmen genutzt, bereitete sich Kaymer die Woche über vorwiegend auf dem Platz auf das Turnier vor – vor allem, um sich nach der US Open wieder auf die Grüns in Europa einzustellen.

Als Kaymer und Schmitt Anfang der Woche gemeinsam auf den Platz gingen, gab der ehemalige Weltranglistenerste einige Tipps, vorwiegend zu dem schwierigen Rough im GC Gut Lärchenhof. Insbesondere um die Grüns herum müsse der Schläger konsequent beschleunigt werden, nahezu wie bei einem Bunkerschlag. Unpräzises Spiel vom Tee wird in der Turnierwoche teuer bezahlt werden müssen.

Woche für Woche arbeitet das Sports Marketing Team an immer mehr Puttern. Nach der Vorstellung des Spider Mini interessierten sich mehr und mehr Spieler für die Spider Putter, wollen diese testen und spielen. In Bezug darauf äußerte sich Adrian:

„Spieler wechseln ihren Putter nicht. Sie wechseln nicht von einer speziellen Form zu einem Modell wie unserem Spider, der einzigartig und anders als alle traditionellen Modelle ist. Doch langsam aber sicher sehen wir jede Woche eine Handvoll Leute, die einen Spider testen – und am Ende der Woche ist es interessant die Kommentare der Professionals zu hören, dass es den Anschein hat als ob jeder einen roten Spider benutzen würde. Jede Woche wechseln ein oder zwei Spieler ihren Putter und ehe man sich versieht sind fünf, sechs Wochen vergangen und die Putter bleiben in der Tasche, wodurch zehn, zwölf weitere Spider auf dem Platz sind. Das Feedback ist wirklich gut.“